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Honorargestaltung

 

Unsere Honorarforderungen sollen für Sie von vornherein transparent, berechenbar und planbar sein! Gern informieren wir Sie deshalb vor Mandatserteilung über die Höhe der Vergütung unserer fachanwaltlichen Arbeit für Sie - bitte sprechen Sie uns auf die für Sie wichtigen Fragen zum Honorar an. Sollten wir nicht über das Honorar gesprochen haben, sind Sie trotzdem auf der sicheren Seite, denn immer dann, wenn wir nicht ausdrücklich eine abweichende schriftliche Honorarvereinbarung miteinander abgeschlossen haben, zahlen Sie nur das gesetzliche Honorar, also jenes, das der deutsche Gesetzgeber für den jeweiligen Einzelfall als angemessen betrachtet. - Nachfolgend möchten wir Sie kurz über die wichtigsten Grundstrukturen des anwaltlichen Vergütungsrechts informieren:

Ebenso wie es für den privatärztlichen und den privatzahnärztlichen Bereich eine amtliche Gebührenordnung (GOÄ und GOZ) gibt, existiert eine solche auch für die rechtsanwaltliche Tätigkeit. Sie heißt seit dem 1.7.2004 "Rechtsanwaltsvergütungsgesetz - RVG" und hieß früher "Bundesgebührenordnung für Rechtsanwälte - BRAGO".

Um einen ersten Überblick über die wichtigsten rechtlichen Fragen und mögliche tatsächliche Probleme (wie z.B. Beweisfragen) zu erhalten, hat jeder Mandant die Möglichkeit, eine sog. Erstberatung in Anspruch zu nehmen. Diese findet in der Kanzlei statt und dient zugleich einem ersten Kennenlernen; ihre Dauer beträgt regelmäßig höchstens 70 Minuten. In diesem Rahmen sichtet der Rechtsanwalt die wichtigsten Unterlagen und bespricht mit dem Mandanten dessen Ziele, die wichtigsten rechtlichen und tatsächlichen Aspekte des Falles, insbesondere mögliche Hürden auf dem Weg zur Zielerreichung sowie das weitere gemeinsame Vorgehen. Eine Erstberatung verursacht überschaubare, vom Gesetzgeber im Interesse der Verbraucher gedeckelte Kosten, die zudem von Rechtsschutzversicherern zumeist auch problemlos erstattet werden; regelmäßig fallen für eine Erstberatung für Verbraucher Kosten in Höhe von 226,10 € (190 € Honorar zzgl. 19 % MwSt.) an, für Unternehmer können die Kosten im Einzelfall etwas höher liegen.

Wird der Rechtsanwalt nach der Erstberatung weiter für den Mandanten tätig, ist die Höhe des Honorars nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz zunächst davon abhängig, welche Gebührentatbestände durch die (auftragsgemäße) Tätigkeit des Rechtsanwalts verwirklicht wurden. - Für zivilrechtliche Rechtsmaterien (wie das Privatversicherungsrecht und im Arztrecht etwa Vertragsgestaltungen) sowie für die öffentlich-rechtlichen Probleme des Kassenarztrechts, nicht jedoch z.B. für das Strafrecht, gilt dabei: 

  • Im außergerichtlichen Bereich ist für jeden Gebührentatbestand, für den das Gesetz nicht ohnehin eine starre Regelung vorschreibt, in einem vorgegebenen Rahmen ein Multiplikator festzulegen, der sich nach verschiedenen Kriterien des Einzelfalles wie vor allem dem Umfang und der Schwierigkeit der anwaltlichen Tätigkeit, der Bedeutung der Angelegenheit sowie den Einkommens- und Vermögensverhältnissen des Auftraggebers richtet. - Schließlich ist überwiegend noch (anders etwa wieder im strafrechtlichen Bereich) der Gegenstandswert (im gerichtlichen Bereich spricht man vom Streitwert) der Angelegenheit zu bemessen; dieser richtet sich nach dem objektiven Interesse des Mandanten und muß gelegentlich geschätzt werden. - In einem letzten Schritt kann dann das gesetzliche Honorar aus einer Tabelle entnommen werden.
  • In Gerichtsverfahren richtet sich die gesetzliche Vergütung nach Gebührentatbeständen mit festen Multiplikatoren; als wesentliche Gebühren fallen regelmäßig eine Verfahrensgebühr und eine Terminsgebühr, im Falle eines Vergleichsabschlusses auch eine Einigungsgebühr an, deren Höhe sich nach dem Gebührenstreitwert richtet, der vom Gericht festgesetzt wird.

Dieses gesetzliche Honorar wird meist problemlos von einem (nach Maßgabe Ihres Rechtsschutzvertrages leistungspflichtigen) Rechtsschutzversicherer erstattet; wenn wir gemeinsam eine rechtliche Auseinandersetzung gewinnen, ist zudem der unterlegene Gegner (etwa ein Versicherer oder - im Arztrecht - z.B. die KV, die Ärztekammer oder ein Berufungsausschuß) oftmals zur Erstattung des gesetzlichen Honorars (nicht jedoch eines im Einzelfall zwischen uns vereinbarten höheren Honorars) verpflichtet, so daß Sie im Ergebnis in vielen Fällen keine oder nur geringe Kosten für unsere fachanwaltliche Arbeit selbst zu tragen haben werden.

Das im Rechtsanwaltsvergütungsgesetz vorgesehene gesetzliche Honorar ist regelmäßig das Mindesthonorar. Eine Unterschreitung des gesetzlichen Honorars ist zwar (nur im außergerichtlichen Bereich, nicht hingegen bei prozessualer Tätigkeit) grundsätzlich erlaubt, doch ebensowenig wie ein Arzt oder Zahnarzt eine Vergütungsvereinbarung nach der GOÄ oder GOZ abschließen würde, um das ihm zustehende gesetzliche (Mindest-)Honorar noch zu unterschreiten, macht dies ein erfahrener und spezialisierter Fachanwalt. Allerdings zeigt sich auch an dieser Stelle das besondere Profil der Kanzlei: anders als viele andere spezialisierte Anwälte verzichtet Rechtsanwalt Rigizahn darauf, stets eine Honorarvereinbarung mit dem Mandanten abzuschließen. Vielmehr wird die Honorarforderung immer dann, wenn das gesetzliche Mindesthonorar angesichts des zu erwartenden Arbeitsaufwandes und der absehbaren Schwierigkeiten des Falles angemessen zu sein verspricht, auf das gesetzliche Honorar beschränkt. Nur dann, wenn es um - im Verhältnis zum erforderlichen anwaltlichen Arbeitsaufwand, zur rechtlichen Schwierigkeit der aufgeworfenen Fragen oder zum anwaltlichen Haftungsrisiko - geringfügige Gegenstandswerte geht, ist das gesetzliche Honorar nicht ausreichend; in diesen Fällen wird die Kanzlei den Abschluß einer Vergütungsvereinbarung vorschlagen, wobei zumeist einer - für beide Seiten berechenbaren - Pauschalvergütung oder einer individuellen Vereinbarung des Gegenstandswertes der Vorzug zu geben sein wird.

 

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